Altersvorsorge jetzt handeln
- Patrick Senn

- 25. Nov. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Als Ärzt*in kümmerst du dich tagtäglich um die Gesundheit anderer. Doch wie steht es um deine eigene finanzielle Gesundheit – besonders mit Blick auf das Alter?
Viele Mediziner*innen verlassen sich darauf, dass die Rente aus dem Versorgungswerk schon reichen wird. Doch genau hier liegt ein weit verbreiteter Irrtum.
Ein früher Beginn der Altersvorsorge ist entscheidend, um den Zinseszinseffekt voll auszunutzen. Ärzt*innen sind aufgrund hoher Ausgaben und späterem Rentenbeginn besonders gefordert, frühzeitig vorzusorgen.

Warum Altersvorsorge für Ärzt*innen kein „späteres Thema“ ist
Kaum eine Berufsgruppe hat einen so langen Ausbildungs- und Berufsweg wie Ärzt*innen. Studium, Assistenzzeit, Weiterbildung – Jobeinstieg mit Ende zwanzig, bis die Karriere richtig Fahrt aufnimmt, ist man oft schon Mitte dreißig. Gleichzeitig sind es aber genau diese Jahre, in denen der Zinseszinseffekt und steuerliche Vorteile den größten Unterschied machen können.
Um das greifbar zu machen, ein einfaches Beispiel:
Angenommen, du sparst 300 € monatlich in eine breit diversifizierte ETF-Rente mit einer angenommenen Rendite von 6 % p. a.
Startalter Sparzeitraum Eingezahltes Kapital Endkapital (bei 6 %)
27 Jahre 40 Jahre 144.000 € ≈ 556.000 €
32 Jahre 35 Jahre 126.000 € ≈ 367.000 €
👉 Unterschied: rund 189.000 € weniger Kapital, nur weil der Start fünf Jahre später erfolgt.
Das zeigt eindrucksvoll, wie stark Zeit als „unsichtbarer Renditehebel“ wirkt. Der frühe Beginn ist daher nicht nur besser – er ist entscheidend.
Reicht die Rente aus dem Versorgungswerk wirklich aus?
Viele Ärzt*innen glauben, dass sie durch das Versorgungswerk automatisch gut abgesichert sind. Schließlich fließt dort Monat für Monat ein erheblicher Beitrag hinein.
Doch wie hoch die tatsächliche Rente später ausfällt, überrascht viele – und nicht im positiven Sinn.
In unserem Artikel „Reicht die Rente aus dem Versorgungswerk?“ (https://www.meinsternum.de/post/rente-versorgungswerk) zeigen wir, wie groß die Lücke zwischen Netto-Einkommen im Berufsleben und der späteren Versorgung tatsächlich ist.
Selbst bei stabilen Beiträgen können Inflation, steigende Lebenserwartung und sinkende Rentenfaktoren langfristig zu einer erheblichen Versorgungslücke führen.

Ärztliche Versorgungswerke stehen unter Druck
Hinzu kommt: Die ärztlichen Versorgungswerke geraten zunehmend in den Fokus der Medien und Politik.
In unserem Beitrag „Ärztliche Versorgungswerke in der Kritik: Was du über die aktuelle Berichterstattung wissen solltest“ (https://www.meinsternum.de/post/kritik-versorgungswerk) geht es genau darum.
Die wichtigsten Punkte:
Die Versorgungswerke kämpfen mit den gleichen Herausforderungen wie die gesetzliche Rentenversicherung – Niedrigzinsen, demografischer Wandel und längere Rentenbezugszeiten.
Anpassungen bei Rentenfaktoren oder künftigen Rentenerhöhungen sind möglich – und betreffen auch bereits langjährig Versicherte.
Die meisten Ärzt*innen unterschätzen, wie stark sich eine scheinbar kleine Rentenanpassung langfristig auswirkt.
Fazit: Die Sicherheit der Versorgungswerke steht nicht grundsätzlich infrage – aber sie allein reicht nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard im Alter zu halten.
Warum Ärzt*innen besonders betroffen sind
Ärzt*innen verdienen im Laufe ihres Berufslebens überdurchschnittlich gut – haben aber auch überdurchschnittlich hohe Ausgaben:
Praxisfinanzierungen, private Krankenversicherung, Familie, Lebensstil.
Zudem ist der Rentenbeginn meist spät – und die Rentenbezugszeit lang.
Ohne gezielte, ergänzende Vorsorge entsteht eine Lücke, die viele erst im Ruhestand erkennen.
Und genau diese späte Erkenntnis ist es, die später kaum noch aufgeholt werden kann.

Jetzt handeln heißt: Zukunft sichern
Altersvorsorge ist kein Thema für später. Sie ist Teil deiner beruflichen und persönlichen Freiheit.
Das Ziel ist nicht, jetzt jedes Detail zu verstehen oder konkrete Produkte auszuwählen – sondern zu wissen, dass Handlungsbedarf besteht.
Denn wer heute die richtigen Weichen stellt, sorgt dafür, dass finanzielle Sicherheit später kein Zufall bleibt.
In einem persönlichen Gespräch zeigen wir dir, wie du deine aktuelle Versorgung realistisch einschätzen kannst – verständlich, transparent und individuell auf deine Lebenssituation abgestimmt.
💡 Fazit
Die Altersvorsorge für Ärzt*innen beginnt nicht mit einem Produkt, sondern mit einem Bewusstsein:
Das Versorgungswerk ist eine wichtige Basis, aber keine alleinige Lösung.
Je früher du handelst, desto stärker wirkt der Zinseszinseffekt.
Kleine Anpassungen heute entscheiden über große Unterschiede morgen.
Starte jetzt – für deine Zukunft, nicht irgendwann.
Finanzen klar & verständlich für Ärzt*innen.
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